Portrait

Mein eigener beruflicher Weg war geprägt von Fragen, Suchbewegungen und Veränderungen. Früh wurde mir bewusst, dass mich weniger geradlinige Karrierevorstellungen interessierten als die tieferen Fragen nach Sinn, Entwicklung und menschlicher Entfaltung.

  • Ich fühlte mich bereits als Kind der Natur sehr verbunden und konnte tiefe Gefühle für einen Baum oder ein Tier empfinden. Ich genoss es, als „Wölfli“ oder „Pfadi“ im Freien zu übernachten und über dem Feuer zu kochen. Rituale im Rahmen der Kirche oder der Pfadfinder sprachen mich tief an.

    Mit der Pubertät hatte ich Fragen, auf welche mich die Antworten der Kirche nicht mehr befriedigten. Hermann Hesse, Zen Budhismus und Naturwissenschaft lenkten mein Interesse in die verschiedensten Richtungen. Immer deutlicher sah ich, dass ich mich mit der Haltung der Kirche in viele Punkten nicht mehr identifizieren konnte und trat aus. Mein Biochemie Studium zeigte mir, dass in der Reduktion aller Abläufe auf chemische und elektrische Interaktionen kein Vertändnis von Leben oder Antworten auf die Frage, was der Mensch ist, möglich sind.

    Meine Suche nach einem für mich passenden Welt- und Menschenbild führte mich zur Anthroposophie. Mit dieser lebe ich nun seit 45 Jahren, wobei ich in meinen Ausbildungen viele andere Strömungen und Haltungen kennen und schätzen lernte.

  • Wir leben in einer Zeit, in welcher der Individualismus und damit verbunden das Hinterfragen von familiären, kirchlichen und gesellschaftlichen Autoritäten angesagt sind. Der Clan, die Kirche oder die Dorfgemeinschaft trägt nicht mehr automatisch. Als Folge davon fühlen sich viele Menschen einsam und die Kinder wachsen ohne tragende Gemeinschaft auf. Ebenso fühlen sich viele Menschen von der Natur und ihren Wesen getrennt.

    Ich habe in meinem Leben viele Personen in beruflichen Übergängen begleitet und in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert. Mit meiner zukünftigen Arbeit möchte ich erstens auch bei anderen Lebensübergängen unterstützen und so den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft stärken. Zweitens sehe ich eine grosse Notwendigkeit, dass der Mensch sich wieder aktiv der Natur und ihren Wesen zuwendet. Rituale der Dankbarkeit und der Heilung sind dazu hilfreich und unterstützend.

    Als Vater von vier Kindern und Grossvater von (bis jetzt) vier Enkelinnen ist mir die Familie, das Feiern von Festen in und mit der Familie wichtig. Doch auch die Thematik rund um Beruf und Familie ist mir vertraut.

  • Die letzten 13 Jahre bis zu meiner Pensionierung leitete ich das Amt für Berufsberatung im Kanton Zug. Ich war verantwortlich für das Personal, die Finanzen wie auch die Entwicklung der Stelle. dabei genoss ich das Vertrauen des Regierungsrates und wurde für ein direktionübergreifendes Projekt mit der Leitung betraut (Alter hat Potenzial). Als Vorstandsmitglied der schweizerischen Konferenz für Berufs-, Studien und Laufbahn Beratung SK BSLB mache ich massgeblich unter Entwicklung der strategischen Leitlinien sowie der Umsetzung des Bundesratbeschlusses zur Unterstützung von Personen über vierzig Jahren bei der laufbahnplanung beteiligt. Ich verantwortete die Ausgestaltung und Einführung von viamia.

    Zwei Kästchen zum Anklicken mit den Projekten

    Zuvor leitete ich dreizehn Jahre die Berufliche Abklärungsstelle BEFAS Appisberg in Männedorf. Dabei war ich für die Gutachten verantwortlich, welche an die auftraggebenden IV Stellen Aufschluss über die Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie möglichen Umschulungs- und Einsatzmöglichkeiten der überwiesenen Personen gab. Diese Gutachten wurden zusammen mit den Klient*innen von einem interdisziplinären Team von Ärzten, Arbeitsagog*innen und Berufsberatungspersonen erarbeitet und verlangten ein umfassendes Einbeziehen und ins Verhältnis setzen aller rechtlicher und medizinischen Grundlagen mit den beobachtbaren Fakten während der vierwöchigen Abklärungszeit. Der Mensch mit seinen Potenzialen trotz Handicap stand dabei im Mittelpunkt unserer Bemühungen.

    Die ersten zehn Jahre meines Berufslebens wirkte ich pädagogisch. Als Mathematik- und Physiklehrer unterrichtete ich Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren. Dabei habe ich als Wekstudent bereits erste unterrichteerfahrungen gesammelt und gemerkt, dass ich einen anderen Rahmen als den, den ich selbst erlebt habe, suche. Das pädagogische Konzept der Rudolf Steiner Schulen sprach mich an: Unterricht in Epochen, vom Erleben zum Begreifen oder auch Selbstverwaltung als Schulführungsprinzip begeisterten mich. Ich konnte in diesem Umfeld viele wertvolle Erfahrungen sammeln, doch stellte ich auch fest, dass ich lieber mit Einzelpersonen arbeiten möchte.

  • Item descriptionDiplomierte Fachpersonal Rituale, Mitglied im Ritual Fachverband

    MAS Organisationsentwicklung in Dienstleistungsunternehmen IFF Wien und Klagenfurt

    Eidg. Diplomierter Berufs- und Laufbahnberater, Ehrenmitglied beim Fachverband Profunda Suisse

    Dipl. Lehrperson für Rudolf Steiner Pädagogik

    Vordiplom Biochemie Studium, Universität Basel

    Stete Weiterbildungen in Gesprächsführung, Diagnostik, Beratungstechniken sowie Assessorenausbildung EFQM

Über mich


"ALTER HAT POTENTIAL" ...eine Kampagne des Kantons Zug

Der Kanton Zug engagiert sich für eine zeitgemässe Alterspolitik. Für die direktionsübergreifende Kampagne "Alter hat Potenzial" durfte ich die Gesamtleitung des Projektes übernehmen.


Standortbestimmung & Laufbahnberatung 40+ Projekt "viamia”

Der Bundesrat beschloss 2019 die kostenlose Beratung für Personen 40plus. Mit der Entwicklung und Umsetzung des Angebotes durch die kantonalen Beratungsstellen wurde ich beauftragt. Es resultierte daraus, das Angebot "via.mia."